Themenschwerpunkte Homepage  Bündnis pro Bildung BW e.V.

 

Entwicklung der Gemeinschaftsschulen im Land:

Die Gemeinschaftsschulen sind unter der grün-roten Landesregierung ab dem Jahr 2011 als Prestigeprojekt mit hohem finanziellem Aufwand eingeführt worden. Mit „abgekupferten“ Pädagogischen Konzepten, Ideologien und Heilsversprechungen im Lernerfolg für Kinder und Jugendliche sollte das gut funktionierende differenzierte Schulsystem in Baden-Württemberg „eingestampft“  werden. Nach mehr als sechs Jahren nach Einführung der GMS kristallisiert sich jedoch an vielen Standorten heraus, dass GMS nicht das hält, was sie verspricht und versprochen hat. Individuelle Unterstützung oft nicht leistbar, selbstorientiertes Lernen nur zum Nachteil vieler SchülerInnen. Dieses sind nur einige angeführte Faktoren,die zu immer weniger Akzeptanz dieser Schulart bei den Eltern und auch Lehrern führen.

 

Digitalisierung:

Die Digitalisierung ist in den Augen des Bündnis pro Bildung Fluch und Segen gleichermaßen. Ohne digitale Welt ist der heutige Alltag nicht mehr denk- und leistbar. Da für das  Bündnis das Wohl des Kindes an erster Stelle steht, stellt sich für uns die Frage, wie, ab wann und in welchem Umfang der Umgang mit der digitalen Welt für Kinder und Jugendliche sinnvoll wäre und ist. In diesem Punkt sind wir uns einig, dass der Umgang  mit Computern in Schulen frühestens ab der sechsten Klasse  unterrichtet werden sollte. Erst müssen die kognitiven Grundfähigkeiten „sattelfest“ und die Konzentration basiert und geübt sein.

 

Wiedereinführung der Grundschulempfehlung:

2011 wurde die Grundschulempfehlung ohne mögliche Folgen für die Schüler im Blick zu haben, abgeschafft. Das ganze Ausmaß war schnell sichtbar, denn die Sitzenbleiberquote ging rasant nach oben! Dass das die Schüler erst einmal persönlich sowie in ihrer gesamten Bildungshistorie aushalten mussten, war offensichtlich zweitrangig. 2017 wurde durch das Kultusministerium ein aus unserer Sicht gutes, erstes Signal gesetzt. Die Empfehlung muss wieder vorgelegt werden und die Schulleiter dürfen bei Abweichung ein Beratungsgespräch mit den Eltern  führen um diese auf mögliche Beeinträchtigungen für ihre Kinder hinzuweisen. Die Eltern dürfen dennoch bei der von ihnen ausgewählten Schulart bleiben. Aus Sicht des Bündnis muss genau hier nachjustiert werden, indem die Empfehlung vorgelegt wird und die aufnehmende Schulart , nach einem verpflichtenden Beratungsgespräch mit den Eltern, die Möglichkeit erhält, den Schüler abzulehnen. Nur so kann umfassend gewährleistet sein, dass der Schüler die seiner Begabung angepasste Bildung erhält.

 

Verbesserung  der Lehrerbildung und Fortbildung:

Das BpB fordert einen spezifischen Studiengang für alle unterschiedlichen Schularten und damit eine Aufhebung der„Sekundarstufenlehrerausbildung“ der Sekundarstufe 1. So unterschiedlich wie die Kinder und Jugendlichen an den verschiedenen Schularten sind, so unterschiedlich muss auch das Studium die Studierenden auf die künftige Arbeit vorbereiten. Für die Lehrerfortbildung fordert das BpB eine Stärkung der „fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen“ Fortbildungen. Nur einer Lehrkraft mit großem Fachwissen ist es möglich, in diesem Fach auch guten Unterricht zu machen. Weiterhin fordert das BpB für alle Schularten eine Lehrerversorgung von mindestens 115%. So ist in Phasen mit einem hohen Krankenstand der Pflichtunterricht gewährleistet, in Phasen, in denen kaum Lehrkräfte krank sind, können diese Stunden zur Differenzierung/Individualisierung eingesetzt werden.