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Pressemitteilungen

Zumeldung-Pressemitteilung 03/2016

                                                                                                                                     Stuttgart/Bad Saulgau im März 2016

„Kultusminister knickt gerade noch rechtzeitig beim Bildungsplan ein“

„Zur Bildungsplanreform passt die Überschrift: ‚Pleiten, Pech und Pannen‘. Zunächst sollte ein sogenanntes Leitprinzip ‚Toleranz und Akzeptanz von sexueller Vielfalt‘ im Bildungsplan verankert werden. Nachdem sich massiver Widerstand von knapp 200.000 Menschen in einer Petition erhob, wurde sie in eine Leitperspektive umgewandelt, die aber bei einigen Bürgern noch immer Ängste und Sorgen auslöst. Zweifellos sollen unsere Kinder zu vorurteilsfreien Menschen erzogen werden, die in ihrem Leben freie Entscheidungen und Meinungen entfalten können – aber man darf das Kind nicht mit dem Bade ausschütten. Toleranz gegenüber allen Menschen, die anders sind als man selbst, die auf Grund ihrer Herkunft, einer Behinderung, ihrer sexuellen Ausrichtung oder anderer Gründe Diskriminierung ausgesetzt sind, ist in der Schule zu vermitteln“ sagte die Vorsitzende des Bündnisses pro Bildung am heutigen Freitag (11. März).

„Weiter zieht sich die Pannenserie durch die Bildungsplanentwicklung, was sich letztlich in mehr als 2.600 Stellungnahmen zum 30. Oktober letzten Jahres niedergeschlagen hat. Wir denken da nur an den Fächerverbund „Naturwissenschaft und Technik“, bei dem die Fachlichkeit unter die Räder kommt (siehe dazu: http://bildung-wissen.eu/fachbeitraege/im-schatten-der-fluechtlingskrise.html). Das schlichte Vergessen der Informatik, die Schaffung eines Faches Wirtschaft – ohne dafür ausgebildete Lehrkräfte zu haben, die Kürzung von politischem Unterricht, die Kürzung von Deutsch und Mathematik in der Stundentafel der Realschule u.v.m. Man muss sich bewusst sein, dass der Bildungsplan festlegt, welche Inhalte den Schülerinnen und Schülern in den nächsten rund 10 Jahren in den Schulen des Landes vermittelt werden – also was Schülerinnen und Schüler lernen oder eben nicht lernen! Da braucht es mehr Sorgfalt und Qualität“ forderte Sommer-Hohl.

„Der Kultusminister wollte trotz aller fachlicher Mängel den Bildungsplan noch vor der Landtagswahl durchwinken. Doch jetzt gestern die frohe Nachricht: Der Kultusminister setzt den Bildungsplan nicht mehr vor dem 13. März um – damit wird die Landtagswahl auch zu einer Abstimmung über den Bildungsplan. Wollte der Kultusminister mit diesem Handeln besorgte SPD-Wähler beruhigen, um doch noch ein paar mehr Stimmen für seine Partei zu retten? – Oder war es doch der massive Druck durch die Opposition, die ihm keine andere Chance mehr lies, als endlich die Vollbremsung zu machen. Egal, Hauptsache die Bildungspläne können jetzt sorgfältig und bedächtig überarbeitet werden, dass unsere Kinder die richtigen Inhalte in der Schule gut vermittelt bekommen können“, freut sich die Vorsitzende Sommer-Hohl.

V.i.S.d.P. Silke Sommer-Hohl

Bündnis-pro-Bildung BW e.V.