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Pressemitteilungen

Kommentar zur Schulpolitik Albtraum für Schüler und Lehrer

Rainer Wehaus, StN 07.10.2014 14:15 Uhr
 
 
Viele Fünft- und Sechstklässler kommen im Unterricht nicht mehr mit Foto: dpa
 Viele Fünft- und Sechstklässler kommen im Unterricht nicht mehr mit; Foto: dpa

Stuttgart - Gute Schule, das zeigen alle Erfahrungen und Studien, ist eigentlich ganz einfach: An der Tafel braucht es Lehrer, die den Kindern den Lernstoff unterhaltsam und verständlich vermitteln können. Auf den Bänken braucht es Schüler, die vom Wissensstand und vom Können her möglichst nahe beieinander sind. Der beste Unterricht nützt nichts, wenn ein großer Teil der Klasse ihm nicht folgen kann.

Was aber machen SPD und Grüne? Sie träumen den Traum von einer anderen Schule. Einer Gemeinschaftschule, in der man mehr und weniger begabte Schüler in ein Zimmer steckt, und am Ende kommen alle Kinder schlauer und vernünftiger heraus. Das aber ist, Pardon, reines Wunschdenken. Das schlechte Abschneiden derGemeinschaftsschulen in Leistungstests spricht dazu Bände.

Was für grün-rote Bildungsromantiker ein Traum ist, ist für Schüler und Lehrer ein Albtraum. Dies zeigt allein schon der Wegfall der Grundschulempfehlung. In den Eingangsklassen von Realschulen und Gymnasien gibt es seitdem immer mehr Sitzenbleiber. Die Zahl jener Schüler, die dem Unterricht nicht mehr folgen können, steigt. Doch nicht einmal die CDU traut sich, die Wiedereinführung der Grundschulempfehlung zu fordern. Wahlfreiheit für alle – dahinter möchte keiner mehr zurück. Auch wenn der vermeintliche Fortschritt in Wahrheit einen Rückschritt darstellt.

Zur Lösung der Probleme, die sie selbst geschaffen hat, stellt die Landesregierung nun noch ein paar Hundert Lehrer ein. Mehr „individuelle Förderung“ wird versprochen. Schule aber ist ein Massenbetrieb. Man kann nicht hinter jeden der mehr als 1,1?Millionen Schüler im Südwesten einen Lehrer stellen. Fazit: Grün-Rot ist gerade dabei, die Schulen im Land schlechter zu machen – und das zu noch höheren Kosten.