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Pressemitteilungen

Info-Mail 2/2014

 

Streichung der Allgemeinbildung in Baden-Württemberg?

 

Die grün-rote Landesregierung Baden-Württembergs will das Ziel 'Allgemeinbildung' anscheinend streichen. Jedenfalls ist das Wort 'Allgemeinbildung' nirgends in dem Einführungstext zu finden, der die "Bildungsplanreform 2015" erläutern soll.

 

Grund für diese Streichung könnte sein: Die grün-roten Befürworter der Gemeinschaftsschule wollen die Unterschiede zwischen Hauptschule, Realschule und Gymnasium einebnen. Dabei stört das Ziel 'Allgemeinbildung'. Denn an Gymnasien wird Allgemeinbildung auf einem höheren Niveau und auch an anderen Inhalten betrieben als an Haupt- und Realschulen. Solange das Ziel 'Allgemeinbildung' noch gilt, lassen sich die Lern-Unterschiede zwischen den verschiedenen Schularten und Schulabschlüssen schwer verstecken. "Messerscharfe" Schlussfolgerung:

Damit es künftig keine auffälligen Lern-Unterschiede zwischen den verschiedenen Schularten und Schulabschlüssen mehr gibt, darf es künftig auch das Ziel 'Allgemeinbildung' nicht mehr geben!

 

Und wie passt das zur bestmöglichen individuellen Förderung aller Schüler? Eltern, die solche Fragen stellen, lassen sich vorerst nicht wegreformieren!

 

Nachforschungen in den anderen Bundesländern haben ergeben: Die große Mehrheit der Bundesländer hält am Ziel 'Allgemeinbildung' ausdrücklich fest. Das gilt für

 

- Bayern,

- Berlin,

- Brandenburg,

- Hessen,

- Mecklenburg-Vorpommern,

- Niedersachsen,

- Nordrhein-Westfalen,

- Saarland,

- Sachsen-Anhalt,

- Schleswig-Holstein und

- Thüringen.

 

Baden-Württemberg wird also künftig, wenn die Landesregierung nicht noch einlenkt, zu den Bundesländern gehören, die das Ziel 'Allgemeinbildung'

bereits mehr oder weniger abgewickelt haben: Bremen, Hamburg, Rheinland-Pfalz und Sachsen.

 

Mit den besten Wünschen

Silke Sommer-Hohl                Dorit Wolf                    Waldemar Futter