Bündnis pro Bildung für gegliedertes Schulwesen auf neuer Basis

 

(wk)Diese Woche hat sich in Stuttgart das Bündnis pro Bildung - Baden-Württemberg e.V. als neue starke Stimme für ein gegliedertes Schulwesen im Land als gemeinnütziger eingetragener Verein konstituiert. Ziel des Zusammenschlusses ist vor allem die Information der Öffentlichkeit über die Bedeutung einer durchlässigen und differenzierten Bildung und Erziehung. Damit setzt sich der Verein gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften, Wissenschaftlern, engagierten Bürgern und Politikern aller Parteien für den Erhalt und die Weiterentwicklung des erfolgreichen gegliederten Schulsystems in Baden-Württemberg ein.

Erstes Kennenlernen der Kultursminsterin von Baden-Württemberg, Dr. Susanne Eisenmann mit Klaus Burger MdL, im Rahmen ihres Besuch in Bad Saulgau.

In der Gründungsversammlung machten Silke Sommer-Hohl und Waldemar Futter deutlich, dass das Bündnis sich nach wie vor klar für den Erhalt und die Weiterentwicklung aller bisherigen Schularten einsetzt und vor der Umwandlung dieses erfolgreichen Schulsystems in ein Einheitsschulsystem mit einem praxisfernen, wissenschaftlich überaus umstrittenen pädagogischen Konzept warnt. Hauptschulen, Werkrealschulen, Realschulen und Gymnasien leisten unter Einbeziehung einer bestens ausgebauten Landschaft aus Sonderschulen für alle Arten von Behinderungen eine ausgezeichnete Arbeit. Dies spiegelt sich in allen nationalen und internationalen Schulleistungsstudien wieder, bisher liegt Baden-Württemberg mit der niedrigsten Schulabbrecherquote europaweit an der Spitze und auch die Positionierung des Landes im Spitzenbereich der weltweit niedrigsten Jugendarbeitslosigkeit spricht eine deutliche Sprache. Zahlreiche berufliche Lebensläufe zeugen von der Leistungsfähigkeit, Durchlässigkeit und Anschlussfähigkeit der Säulen des gegliederten Schulwesens mit weiterführenden Bildungseinrichtungen im beruflichen Schulwesen und natürlich im Verbund mit den Firmen und Betrieben im Erfolgsmodell unserer Berufsausbildung. Der hohe Standard der baden-württembergischen Hochschulzugangsberechtigungen als Abitur oder Fachhochschulreife an allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien ist beispielhaft und wird von allen Universitäten und anderen Hochschulen weltweit hoch geschätzt. „Warum soll ein solch erfolgreiches Modell ohne Grund geändert werden?“ fragen sich die Mitglieder des Vereinsvorstands.

Die Gründungsmitglieder

v.l.n.r. Dr. Walter Korinek, Andreas Stefan Henrich, Radmilla Stoltmann, Silke Sommer-Hohl, Waldemar Futter, Ellen Bawidamann, Josef Müller, Marion Furtwängler, , Andreas Kuhn – nicht auf dem Foto: Dorit Wolf, Bernd Saur

Seit November 2012 haben sich parteiübergreifend Menschen in einem Bündnis zusammengefunden, die sich für den Bestand und die Weiterentwicklung des bisherigen Schulsystems einsetzen. Im Laufe eines Vierteljahres wurde aus einer Handvoll Aktivisten um die jetzigen Vereinsvorsitzenden Silke Sommer-Hohl, Waldemar Futter und Dorit Wolf eine starke Bewegung vielen Privatpersonen, Eltern- und Lehrervereinigungen, Bürgerinitiativen und anderen Unterstützern und Förderern. Nun wurde mit der Anerkennung der Bewegung als Verein, der gemeinnützige Ziele verfolgt, eine neue Ebene erreicht und steht nun als verlässlicher Ansprechpartner für alle Bürger des Landes zur Verfügung. Mit dem Ziel der Förderung des gegliederten Schulwesens vor Augen sollen nun wissenschaftliche Forschungen im Bildungsbereich angeregt und unterstützt werden und durch Veranstaltungen die breite Öffentlichkeit informiert werden. Dabei verstehen sich die Vereinsmitglieder als unabhängige Bürger, die ihr Ziel unter Wahrung parteipolitischer Neutralität anstreben.