Kritikpunkte Gemeinschaftsschule Baden-Württemberg

 

Schüler unabhängig vom jeweiligen individuellen Leistungsniveau primär gemeinsam unterrichtet werden. Pädagogisches Prinzip: Selbstorganisiertes Lernen,  Lernbegleiter,

 

Verbundschule

Den Begriff „Verbundschule“ gibt es im Schulgesetz von Baden-Württemberg nicht. Gemeint sind Schulen, die in Schulverbünden nach § 16 Schulgesetz geführt werden. Im Schuljahr 2011/2012 gab es in Baden-Württemberg 21 öffentliche Schulen (Dienststellenzählung), die allein die Schularten Haupt- bzw. Werkrealschule und Realschule im Verbund führten; an privaten Schulen gab es einen Verbund von Schulen nur dieser Schularten nicht.

An 48 öffentlichen und 19 privaten Schulen (Dienststellenzählung) wurden die Schularten Haupt- bzw. Werkrealschule und Realschule in Kombination mit sonstigen Schularten (i. d. R. einer Grundschule) im Schulverbund geführt. In einem Schulverbund können mehrere Schularten organisatorisch in einer Schule unter einer Schulleitung verbunden werden. Schulverbünde zwischen Haupt-/Werkreal- und Realschule sind hiernach möglich und werden durch das Kultusministerium nach Prüfung des öffentlichen Bedürfnisses auch genehmigt (z. B. Hohbergschule und Realschule Plüderhausen, Rems-Murr-Kreis). A

 

Ganztagesschule

A. Ganztagsschulen in offener Angebotsform

Ganztagsschulen in offener Angebotsform können in allen Schularten der allgemein bildenden Schulen eingerichtet werden.

• Zeitrahmen: an vier Tagen mindestens sieben Zeitstunden täglich.

• Die Ganztagsform ist offen, d.h. die Teilnahme am Ganztagsbetrieb erfordert eine Anmeldung. Bei Anmeldung der Schülerin / des Schülers zum Ganztagsbetrieb ist die Teilnahme aus Gründen der Planungssicherheit für ein Schuljahr verbindlich.

• Grundlage ist ein pädagogisches Konzept. Kommunale Angebote über Jugendbegleiter und andere außerschulische Partner sind wichtiger Bestandteil dieses Konzepts.

• Es muss vom Schulträger ein (beaufsichtigtes) Mittagessen an allen Tagen mit Ganztagsangebot bereitgestellt werden.

• Die Entscheidung über den Antrag trifft das zuständige Regierungspräsidium.

 

B. Ganztagsschulen mit besonderer pädagogischer und sozialer Aufgabenstellung

• Grundschulen, Hauptschulen, Werkrealschulen und unter besonderen Voraussetzungen Förderschulen, an denen der Bildungs- und Erziehungsauftrag nur unter erschwerten Bedingungen erfüllt werden kann, können als Ganztagsschulen mit besonderer pädagogischer und sozialer Aufgabenstellung eingerichtet werden.

• Zeitrahmen: an vier Tagen mindestens acht Zeitstunden täglich.

• Die ganze Schule ist im Ganztagsbetrieb eingerichtet oder ein Teil der Schülerinnen und Schüler, beispielsweise ein Zug, nehmen am Ganztagsbetrieb teil.

• Grundlage ist ein pädagogisches Konzept. Angebote des Jugendbegleiters und anderer außerschulischer Partner sind wichtiger Bestandteil dieses Konzepts.

• Es muss vom Schulträger ein (beaufsichtigtes) Mittagessen an allen Tagen mit Ganztagsangebot bereitgestellt werden.

• Die Entscheidung über den Antrag trifft das Kultusministerium.

seit 2006 korr. Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

 

Univ.-Prof. Dr. Ulrich Trautwein

studierte Psychologie an der Universität Göttingen und der University of California; langjährige Forschungstätigkeit am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung  in Berlin; seit 2008 Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Empirische Bildungsforschung an der Universität Tübingen; Haupt forschungsgebiete: Einfluss von Lernumgebungen auf den Wissenserwerb im Fach Englisch als Fremdsprache und in anderen Fächern,  Motivation und  Persönlichkeit, Veränderungen der gymnasialen Oberstufe und ihre Folgen sowie Determinanten und Effekte von Hausaufgabenvergabe und -erledigung.

 

Univ.-Prof. em. Dr. Kurt A. Heller

Lehre an den Universitäten Heidelberg, Bonn, Köln, München; Gründungsdirektor des 1998 an der LMU eingerichteten (englischsprachigen) internationalen Masterstudiengangs „Psychology of Excellence“; Mitglied der New York Academy of Sciences (Sektion Psychologie),der Humboldt-Gesellschaft für Wissenschaft und Kunst (Akad. Rat); langjähriges Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats für die OECD-Studien PISA I-III und DESI.

 

Univ.-Prof. Dr. Helmut Fend

geboren 1940 in Hohenems (Vorarlberg); nach der Matura (1960) und der Ausbildung zum Volksschullehrer Unterricht an einklassigen Volksschulen in Vorarlberg; Studium der Germanistik, Psychologie und Pädagogik an der Universität Innsbruck; Promotion sub auspiciis in den Fächern Erziehungswissenschaft und Psychologie; von 1987 bis zu seiner Emeritierung 2006 Ordinarius für Pädagogische Psychologie an der Universität Zürich; Schwerpunkte in Forschung und Lehre an der Universität Zürich: Entwicklung im Jugendalter, Bildungssysteme und Schulentwicklung.

 

Univ.-Prof. Dr. Hermann Giesecke

Von 1967 bis zur Emeritierung 1997 Professor für Pädagogik, Politikdidaktik und Sozialpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Göttingen, nach deren Integration an der Universität Göttingen;

 

Univ.-Prof. Dr. Werner Helsper

1994 Habilitation am Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Essen; 1994 bis 1995 Geschäftsführender Leiter des Zentrums  für Schulforschung und Fragen der Lehrerbildung (ZSL) an der Universität Halle-Wittenberg; 1995 bis 1999 Professor für Erziehungs-wissenschaft mit dem Schwerpunkt Schulpädagogik an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz;seit Oktober 1999 Professor für  Schulforschung/Allgemeine Didaktik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg; seit 2007 Mitglied der Leitung des Promotionskollegs der Hans-Böckler-Stiftung „Bildung und soziale Ungleichheit" an der Universität Halle.

 

Univ.-Prof. Dr. F. Dieter Neumann

Professor für Ideengeschichte der Pädagogik und evolutionärer Anthropologie am Institut für Pädagogik der Universität Lüneburg;er forscht hauptsächlich zu den Themen Ideen- und Theoriegeschichte der Pädagogik und Evolutionäre Anthropologie; zahlreiche Publikationen in führenden Fachzeitschriften.