Ministerpräsident Kretschmann sieht neue Schulform Gemeinschaftsschule ( GMS) auf gutem Weg.

 

Das Bündnis pro Bildung fragt sich, woran der Ministerpräsident diesen guten Weg festmacht. Aufgrund des abnehmenden Interesses dieser Schulart, oder macht Kretschmann den sogenannten Erfolg gar an den Schulabschlüssen fest, die es noch gar nicht gibt? Bei den explosionsartigen Meldungen kann man vergessen, dass es bisher noch gar keine messbaren Erfolge der Schüler gibt. Eltern und BürgerInnen bekamen fünf Jahre lang sowohl durch die grün-rote Landesregierung als auch durch den Verein der Gemeinschaftsschulen- unter Leitung des Schulleiters Wagner-Uhl- mantraartig eingetrichtert, dass die GMS die heilsbringende Schulart sei und nur dort gute Bildung gelingt. Und dass jeder, der eine andere Auffassung über Bildung hat, geradewegs ins pädagogische „Abseits“ rutscht und die SchülerInnen an anderen Schularten zum Scheitern verurteilt sind.

 

Schnell die Gelegenheit nutzend, meldet sich nach sehr langer Zeit des Schweigens, der SPD Bildungsexperte Fulst-Blei zu Wort. Er gibt zu bedenken, dass es angeblich mehr als 700 Gymnasiallehrer gäbe, welche händeringend darauf warten an einer GMS zu unterrichten. Wir bedauern die Aussage des sogenannten Bildungsexperten der SPD sehr. Dem BpB ist bekannt, dass gerade die Gymnasiallehrer keineswegs an GMS unterrichten wollen, da zu wenig Gymnasialschüler an der GMS beschult werden! Was denn nun, fragst sich das BpB., anscheinend hat sich Fulst-Blei immer noch nicht von einer Ideologie verabschiedet, an der nicht nur Schüler zu knabbern haben, sondern auch viele überforderte Lehrer einer GMS. Offensichtlich haben sich in diesem Jahr mehr als 800 betroffene Grundschüler weniger an den GMS angemeldet! Scheinbar haben deren Eltern verstanden, dass es auch andere, gute Schularten und den Bildungsföderalismus („Kein Abschluss ohne Anschluss“) in Baden-Württemberg gibt. Im Gegensatz zu Fulst-Blei, der anscheinend wirklich nicht versteht, dass es neben der GMS immer noch andere Schularten gibt an denen Schüler tatsächlich erfolgreich sind, welche die SPD BaWü bekanntlichermaßen gerne abgeschafft hätte.

 

Unser Fazit: wenn ein Ministerpräsident als Werbemaßnahme für eine mittlerweile ganz normale Schulart herhalten muss, vor allem um die SPD kurzfristig zufrieden zu stellen, ist das ein Trauerspiel!

 

Unser Fazit: Ist dieses Jubiläum einer Schulart verzweifelte Selbstbeweihräucherung? Realschulen und Gymnasien gibt es teilweise schon seit Jahrhunderten. Wie werden da wohl die Jubileen von seitens der Landesregierung ausfallen??